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Die Deutsche Mark (1871 - 2001)


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Porträts der DM-Banknoten

Wie alles begann

Am 04. Dezember 1871 wurde vom Deutschen Reich die Goldwährung eingeführt. Als Einheit der Goldmünze wurde das 10-Mark-Stück mit der Bezeichnung "Krone" gewählt. Desweiteren gab es Doppelkronen (Zwanzigmarkstücke) und halbe Kronen (Fünfmarkstücke).

Mit dem Münzgesetz vom 09. Juli 1873 wurde eine Münzreform umgesetzt, durch die die einzelnen Landeswährungen aufgehoben wurden.

Die Währung wurde so festgelegt, dass 3 Mark dem alten Taler entsprachen. Allerdings blieb der Taler zum Teil sogar noch bis 1907 gültig. In Bayern konnte auch weiterhin mit dem Heller bezahlt werden, der dem Gegenwert eines halben Pfennigs entsprach. Diese spezielle Regelung sollte die Bierpreise in dieser Region stabilisieren.
Soldat 1. weltkriegMit Ende des ersten Weltkrieges brach in Deutschland die Inflation aus. Diese fand ihren Höhepunkt mit der Ausgabe eines 100-Billion-Markscheines (100.000.000.000.000).

Ende des Jahres 1923 wurde mit der Ausgabe der Rentenmark die Inflation gestoppt und die Wirtschaftskrise überwunden. Am 30. August 1924 wurde zusätzlich zur Rentenmark die Reichsmark eingeführt.

Die "goldenen 20er-Jahre" begannen, die jedoch für die breite Masse der Bevölkerung weniger komfortabel waren, als es uns heute erscheint.

Es folgte der zweite Weltkrieg, an dessen Ende die Abschaffung der Reichsmark stand.
 

Wirtschaftswunder

VW Brezel-KäferDie Deutsche Mark wurde am 21. Juni 1948 als gesetzliche Währungseinheit in Deutschland eingeführt und löste damit die Reichsmark ab.

Zunächst wurden Banknoten und Münzen unter der Bezeichnung Bank deutscher Länder eingeführt. Die BdL war somit die Vorläuferin der Deutschen Bundesbank und die Nachfolgerin der Reichsbank.

Die ersten Münzen wurden als 1-, 5-, 10- und 50-Pfennig-Stücke herausgegeben. Unter den ursprünglichen Banknoten befanden sich unter anderem 5- und 10-Pfennig-Scheine, sowie eine halbe Mark.

Erst Anfang der 60er Jahre wurden die ersten Banknoten der Deutschen Bundesbank in den Umlauf gegeben. Anfang der 90er Jahre folgte dann die sogenannte Neue Serie.
Hier finden Sie Abbildungen der ersten und zweiten Serie der Deutschen Mark.

Bei der Gestaltung der Banknoten lag bei der ersten Serie der Schwerpunkt eher in der Darstellung von Motiven alter Meister, wie z.B. von Albrecht Dürer. Die abgebildeten Porträts konnten nur bei den 20-, 100- und 1000-Mark-Scheinen eindeutig einer bekannten Person zugeordnet werden.

Bei der zweiten Serie fiel die Auswahl auf große deutsche Persönlichkeiten, wie z.B. Carl Friedrich Gauß (10-DM-Schein), Annette von Droste-Hülshoff (20-DM-Schein) oder Clara Schumann.

Insgesamt war die Einführung der Deutschen Mark ein unentbehrlicher Schritt für die Schaffung der sogenannten "Wirtschaftswunderzeit". Über Nacht waren die Auslagen der Kaufhäuser mit allen Waren gefüllt, die die Bundesbürger über Jahre entbehren mußten.

In kürzester Zeit erfolgte der Wechsel von der Schwarzmarktwirtschaft hin zur freien Marktwirtschaft.

Auf der Schattenseite stand allerdings die durch die  Währungsreform beschleunigte Teilung Deutschlands. Die Staatsbank der DDR führte ihre eigene Mark ein.

Nach einigen Jahren herrschte sogar Vollbeschäftigung und die Bezeichnung "Made in Germany" wurde weltweit zu einem festen Begriff für Qualität und Leistung.

Diese Entwicklung führte dazu, dass sich die Deutsche Mark auch über die Grenzen Deutschlands hinaus größter Beliebtheit erfreute und in einigen Ländern als Parallelwährung genutzt wurde.
 

Einführung des Euro

Die Einführung des Euro beendete am 01. Januar 2002 die über 50jährige Erfolgsgeschichte der Deutschen Mark.  Bereits am 17. Dezember 2001 konnte das sogenannte Starterkit - ein Münzbeutel zum Nominalwert von 10,23 € und einem Ausgabepreis von 20 DM - in allen Sparkassen und Banken erworben werden.  
Als Buchgeld wurde der Euro bereits am 31. Dezember 1998 eingeführt. Hiermit wurden die Wechselkurse zwischen dem Euro und den einzelnen Währungen der Mitgliedsstaaten unwiderruflich festgesetzt.

Die ursprünglichen Planungen zur Schaffung einer einheitlichen Währungsunion gehen allerdings schon auf die 70er Jahre zurück.

Bereits 1979 löste das Europäische Währungssystem (EWS) den 1972 gegründeten Europäischen Wechselkursverbund ab. Um starke Schwankungen der verschiedenen nationalen Währungen zu verhindern wurde eine Verrechnungseinheit, der ECU (European Currency Unit) geschaffen. Obwohl der ECU nicht als eigenständige Währung erschien, kann man diesen als Vorläufer des jetzigen Euro bezeichnen.

Mittlerweile dient der Euro in 16 der 27 EU-Staaten als offizielles Zahlungsmittel.


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